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YM GOES TO WSPR

 

Die ehemalige Relaisfunkstelle steht seit ca. 4 Jahren bei mir im Abstellraum und wurde gelegentlich kurzzeitig an einer Dummy-Load in Betrieb genommen.  Nunmehr soll sie nach einer Umbaumaßnahme einer anderen sinnvollen Verwendung zugeführt werden.

Seit etlichen Jahren beteilige ich mich auf den Bändern von 630 m - 2 m  am WSPR-Projekt. U.a. fehlte mir bisher die Möglichkeit, dieses auf 23 cm auszuprobieren, was angesichts meiner desolaten SHF-Lage auch nicht besonders vielversprechend ist.
Aber auf 23cm habe ich relativ freie Sicht nach Norden (und nur in diese Richtung), eine Quad-Gruppe (bis zu 18dB Gewinn) und derzeit bis zu ca. 5 W Ausgangsleistung. Das müsste eigentlich für einige km reichen....

Für dieses Vorhaben kann man im Prinzip einen All-Mode-Transceiver mit Transverter verwenden. Letzterer war nicht vorhanden und hätte in jedem Fall ein sehr stabiles LO-Signal benötigt. Man muss die Sende- und Emfangsfrequenz reproduzierbar und dauerhaft auf min. 20 Hz genau einstellen können und das Sendesignal soll über 2 min wenige als 2 Hz driften. Das bekommt man mit meinem TS790 E und 23cm-Modul (den ich ebenfalls testweise verwendet habe, aber ansonsten anderweitig dringender benötige) allenfalls nach längerer Einlaufzeit (>1h) hin.

Zunächst wurde der für meinen Frequenzzähler mit vorhandenem Material kürzlich aufgebaute, auf den Sender Droitwich synchronisierte 10 MHz-Refernzoszillator überarbeitet. Er liefert nunmehr auf z.B. 1290 MHz, also der 129ten Vielfachen (!) der Referenzfrequenz ein Signal, welches nach einfacher optischer Mittelung in der Wasserfallanzeige von z.B. SpecLab auf 10 Hz genau ist. Das dürfte fürs Erste ausreichend sein und wurde im Wesentlichen durch Änderungen an der PLL-Regelschleife erreicht. Und dies bei einem einfachen, nicht temperaturstabilisierten oder -kompensierten Quarzoszillator. Für eine weitere Verbesserung hätte ich noch einen VC-TCXO im Schrank...

Weiterhin wurde bei dieser Gelegenheit ein Signal mit Markern alle 500kHz im Frequenbereich 0 -1500 MHz mit entsprechender Genauigkeit bereit gestellt.

Als Transverter-LO wurde die Sendesignal-Aufbereitung der ehem. Relaisfunkstelle herangezogen. LO-Frequenz ist demnach 1258,450 MHz. Für die WSPR-Frequenz von 1296,500 MHz wird ein USB-Signal mit 38.05 MHz benötigt, welches z.B direkt von einer FLEX-1500 oder einem "offenen" FT817 geliefert werden kann oder nach Zumischung eines 10 MHz-Signals von jedem 10m-Transceiver. Letzeres wurde mit vorhandenen Mitteln realisiert bei einem Nebenwellenabstand > 50dB.

Die FM-Sendesignalaufbereitung von ehem. DB0YM wurde einer Spezialbehandlung unterzogen. Die Heizung des Quarzofens wurde linearisiert (vorher 2-Punkt-Regelung) und alle FM bzw. PM erzeugenden Bauteile entfernt oder deaktiviert. Vor dem Treiber der Endstufe wurde der Signalweg bei 1258,450 MHz aufgetrennt und eine Zusatzschaltung eingefügt, welche letzendlich ein 1296,500 MHz-Signal zur Weiterverstärkung liefert und auch den Empfangsmischer enthält. Der orginale Emfangskonverter wurde deaktiviert und von dem Duplexer wird nunmehr nur der Sendezweig benötigt. Zwischen Duplexer und Endstufe wurde ein Koaxrelais zur Sende- und Empfangsumschaltung eingefügt. Die Senderausgangsleistung beträgt derzeit 5 W. Als Steuergerät auf 10m dient momentan ein FT817-ND.


DL8YCA   05/2016

 

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